Kepler Universitätsklinikum und Vilnius University Hospital starten wissenschaftliche Zusammenarbeit
Am 17. September 2026 fand an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz das erste wissenschaftliche Kooperationsmeeting zwischen dem Kepler Universitätsklinikum und dem Vilnius University Hospital statt. Im Mittelpunkt des Treffens standen der internationale wissenschaftliche Austausch, aktuelle Entwicklungen in der hepatobiliären Onkologie sowie die Frage, wie internationale Kooperationen in Forschung, Ausbildung und klinischer Versorgung künftig weiter ausgebaut werden können.
Das Treffen bildete zugleich den Auftakt zu einem wissenschaftlichen Austausch zwischen dem baltischen und dem österreichischen Chapter der European-African Hepato-Pancreato-Biliary Association (E-AHPBA).
Gemeinsamer Fokus auf Forschung, Therapie und Ausbildung
Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Aiste Gulla vom Vilnius University Hospital und Priv.-Doz. Dr. Stefan Stättner vom Kepler Universitätsklinikum und der Johannes Kepler Universität wurde die Bedeutung der neuen Zusammenarbeit hervorgehoben. Begrüßungsworte sprachen zudem Mag. Alexander Freischlager, Vizerektor der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität, sowie Priv.-Doz. Dr. Karl-Heinz Stadlbauer, Medizinischer Direktor des Kepler Universitätsklinikums.
Der wissenschaftliche Teil des Abends widmete sich aktuellen Fragestellungen aus der hepatobiliären Onkologie. In mehreren Fachvorträgen wurden unter anderem moderne Behandlungsstrategien beim hepatozellulären Karzinom (HCC), innovative chirurgische Ansätze bei hepatobiliären Malignomen sowie aktuelle und zukünftige systemische Therapien beim Cholangiokarzinom diskutiert.
Weitere Beiträge beschäftigten sich mit den Behandlungsergebnissen bei gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NETs) sowie mit internationalen Forschungskollaborationen und deren Bedeutung für die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung.
Internationale Netzwerke als Grundlage für medizinischen Fortschritt
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der internationalen Zusammenarbeit in Forschung und Ausbildung. Dabei wurde insbesondere die Bedeutung grenzüberschreitender Netzwerke für den wissenschaftlichen Fortschritt und den Austausch von Expertise hervorgehoben.
Auch die Ausbildung junger Ärztinnen und Ärzte war Thema des Treffens. Im Vortrag zu Training und Fellowships in der hepatobiliären Chirurgie wurde die Bedeutung internationaler Ausbildungs- und Austauschmöglichkeiten für den Aufbau nachhaltiger medizinischer Netzwerke thematisiert.
Auftakt für weitere gemeinsame Aktivitäten
In der abschließenden Zusammenfassung und dem Ausblick blickten Prof. Dr. Aiste Gulla und Priv.-Doz. Dr. Stefan Stättner auf die zentralen Themen des Treffens zurück und richteten den Blick auf die weiteren Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Das erste Kooperationsmeeting in Linz markiert damit einen wichtigen Schritt für den weiteren wissenschaftlichen Austausch zwischen den beteiligten Institutionen und den medizinischen Zentren in Österreich und dem Baltikum. Neben dem fachlichen Austausch bietet die internationale Vernetzung Möglichkeiten für gemeinsame Forschungsprojekte, Ausbildungsprogramme und einen langfristigen Wissenstransfer.
Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, welchen Stellenwert internationale Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung der hepatobiliären Chirurgie und Onkologie einnimmt. Der wissenschaftliche Austausch zwischen Linz und Vilnius sowie den weiteren beteiligten Zentren bildet eine Grundlage für zukünftige gemeinsame Aktivitäten und einen nachhaltigen internationalen Wissenstransfer.