Im Zusammenhang mit den aktuellen Legionellen-Erkrankungen im Großraum Linz nimmt das Kepler Universitätsklinikum eine zentrale Rolle in der Versorgung betroffener Patientinnen und Patienten ein. Dank der hohen Expertise der Mitarbeitenden sowie moderner diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten konnten bereits zahlreiche Erkrankte behandelt werden.
Seit Beginn des aktuellen Infektionsgeschehens wurden am Kepler Universitätsklinikum insgesamt 15 Patientinnen und Patienten mit nachgewiesener Legionellen-Infektion betreut. Davon mussten 4 Personen intensivmedizinisch versorgt werden, 11 Patientinnen und Patienten konnten auf einer Normalstation behandelt werden. Bereits 7 Betroffene konnten nach erfolgreicher Therapie wieder nach Hause entlassen werden. 2 Personen sind leider im Zusammenhang mit der Infektion verstorben. Derzeit befinden sich 6 Patientinnen und Patienten aufgrund einer Legionellen-Erkrankung in Behandlung.
Als eines der größten Krankenhäuser Österreichs verfügt das Kepler Universitätsklinikum über umfassende Erfahrung in der Behandlung schwerer Infektionskrankheiten. Die Klinische Abteilung für Infektiologie und Tropenmedizin zählt dabei zu den führenden Einrichtungen des Landes auf diesem Gebiet.
„Legionellen können insbesondere bei älteren Menschen sowie bei Personen mit Vorerkrankungen schwere Lungenentzündungen verursachen. Entscheidend für den Behandlungserfolg sind eine rasche Diagnosestellung und der frühzeitige Beginn einer gezielten Therapie. Unsere Teams leisten hier seit Wochen hervorragende Arbeit und konnten bereits vielen Betroffenen erfolgreich helfen“, erklärt Prof. Dr. Helmut Salzer, Leiter der Klinischen Abteilung für Infektiologie und Tropenmedizin am Kepler Universitätsklinikum.
Die aktuellen Erkrankungsfälle zeigen die große Bedeutung einer leistungsfähigen infektiologischen Versorgung. Durch die enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachbereiche und eine spezialisierte Infektiologie ist eine rasche Versorgung der Patientinnen und Patienten gewährleistet.
„Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihr Engagement und ihre hohe fachliche Kompetenz tagtäglich dazu beitragen, Menschen mit schweren Infektionserkrankungen bestmöglich zu versorgen“, betonen die Geschäftsführung und die Kollegiale Führung des Kepler Universitätsklinikums.
Legionellen werden nicht durch das Trinken von Leitungswasser übertragen. Eine Ansteckung erfolgt durch das Einatmen von sehr feinen Wassertröpfchen (Aerosolen), die Legionellen enthalten können.
Legionellen sind Bakterien, die sich in warmem Wasser vermehren können. Eine Infektion entsteht meist, wenn belastete Wassernebel eingeatmet werden, etwa beim Duschen oder durch technische Anlagen, die Wasser vernebeln. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.
Eine Legionellen-Infektion kann grippeähnliche Beschwerden verursachen.
Mögliche Symptome sind:
In manchen Fällen kann sich eine sehr schwere Lungenentzündung entwickeln. Besonders ältere Menschen, Raucherinnen und Raucher sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko. Dies wird auch von der Klinischen Abteilung für Infektiologie und Tropenmedizin des Kepler Universitätsklinikums hervorgehoben.
Die allermeisten Menschen kommen regelmäßig mit Legionellen in Kontakt, ohne zu erkranken. Das Risiko einer Erkrankung hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der aufgenommenen Bakterienmenge und dem individuellen Gesundheitszustand. Wer Symptome einer Lungenentzündung entwickelt, sollte diese ärztlich abklären lassen. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung verbessern die Heilungschancen deutlich.