Die Neuropathologie am Neuromed Campus des Kepler Universitätsklinikums beschäftigt sich mit der Diagnostik von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems.
Gewebsuntersuchungen finden dabei auf unterschiedlichen Ebenen statt:
1. Makroskopische Ebene:
Beurteilung des Gewebes mit dem bloßen Auge.
2. Mikroskopische Ebene:
Untersuchung des mit Standardfärbungen gefärbten Gewebes mithilfe eines Lichtmikroskops. Dabei kommen außerdem immunhistochemische Untersuchungen zum Einsatz.
3. Elektronenmikroskopische Ebene:
Mit dem Lichtmikroskop wird eine Vergrößerung von maximal 1.000-fach erreicht, während mit dem Transmissions-Elektronenmikroskop (TEM) eine Vergrößerung von bis zu 150.000-fach möglich ist. Die Anwendungen des TEM in der diagnostischen Neuropathologie beziehen sich auf Untersuchungen von Muskel- und Nervenbiopsien (Foto 1). Vor Einführung der Immunhistochemie wurden auch alle Hypophysentumore mittels TEM untersucht. Im Bereich der Pathologie werden elektronenmikroskopische Untersuchungen vor allem bei Nierenbiopsien durchgeführt.