Dr. Rakesh Rambally, Gefäß- und Leberchirurg aus der Republik Trinidad und Tobago, absolvierte kürzlich ein dreimonatiges internationales Fellowship am Leber Zentrum des Kepler Universitätsklinikums unter Mentorenbetreuung von Doz. Dr. Stefan Stättner. Ausschlaggebend für seine Wahl waren die international anerkannte hohe Expertise, die technologische Vielfalt mit besonderem Fokus auf die robotische Chirurgie sowie die große Fallzahl am Kepler Universitätsklinikum.
Der fachliche Schwerpunkt des Fellowships lag auf der hepato-pankreato-biliären (HPB) Chirurgie. Dr. Rambally war dabei intensiv in den klinischen Alltag eingebunden, nahm an einer Vielzahl von Operationen sowie an interdisziplinären Tumorboards teil und erhielt Einblick in ein breites Spektrum an HPB-Eingriffen. Dieses reichte von offenen über laparoskopische bis hin zu robotischen Verfahren und umfasste sowohl komplexe Resektionen als auch minimalinvasive Therapien wie die Mikrowellenablation. Ergänzt wurde das Programm durch aktive Teilnahme in der interventionellen Endoskopie und interventionellen Radiologie. Darüber hinaus hatte Dr. Rambally die Möglichkeit, auch in weiteren Fachbereichen mitzuwirken und Erfahrungen bei chirurgischen Eingriffen sowie bei interventionellen radiologischen Verfahren, der Behandlung gastrointestinaler Blutungen und bei Schlaganfallinterventionen zu sammeln.
Besonders hervorgehoben wurde von Dr. Rambally die ausgezeichnete Betreuung und große Offenheit des gesamten multiprofessionellen Teams, von ÄrztInnen über Pflegepersonal bis hin zu allen beteiligten Berufsgruppen, welches den fachlichen und persönlichen Austausch maßgeblich förderte, auch bei gesellschaftlichen Zusammenkünften
Der Nutzen des Fellowships ging über den individuellen Kompetenzerwerb hinaus und stellte einen Mehrwert für beide Seiten dar, trotz sprachlicher Barriere. Für Dr. Rambally bedeutete die Zeit am Kepler Universitätsklinikum eine wesentliche Erweiterung seines chirurgischen und interventionellen Spektrums, das er künftig in seiner klinischen Tätigkeit in Trinidad und Tobago einbringen wird. Bereits während des Fellowships wurden gemeinsam mit Doz. Dr. Stättner wissenschaftliche Publikationen und Forschungsprojekte initiiert.
Für das Leber Zentrum des Kepler Universitätsklinikums stellt dieses erste internationale Fellowship einen wichtigen Baustein in der strategischen Weiterentwicklung dar, insbesondere als zentrale Ausbildungsstätte Österreichs für komplexe Fälle, als Ort des gegenseitigen Lernens und als Knotenpunkt für den Aufbau nachhaltiger internationaler Netzwerke. Es markiert zugleich den Auftakt für mögliche weitere Fellowships mit dem klaren Ziel, Wissen zu teilen, Innovationen voranzutreiben und medizinische Exzellenz über Ländergrenzen hinweg zu fördern und unseren universitären Standort bekannt zu machen.