Die psychiatrische Übergangspflege am Kepler Universitätsklinikum (Standort Neuromed Campus) wird im Zuge ihrer Weiterentwicklung gezielt gestärkt und modernisiert. Ein zentraler Schritt ist dabei die Ausstattung des Teams mit zwei Elektroautos, die ab sofort für den mobilen Einsatz zur Verfügung stehen. Damit wird es möglich, Patientinnen und Patienten im gesamten Einzugsgebiet – von Linz über Linz-Land bis ins gesamte Mühlviertel – noch flexibler, effizienter und gleichzeitig klimafreundlich zu betreuen.
„Mit der Einführung der Elektrofahrzeuge verbessern wir nicht nur die Mobilität unserer Mitarbeitenden erheblich, sondern leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigem Handeln im Gesundheitswesen. Während bislang für die aufsuchende Tätigkeit meist private PKW genutzt werden mussten – bei einer jährlichen Fahrleistung von bis zu 50.000 Kilometern –, steht nun eine moderne, ressourcenschonende und zukunftsorientierte Lösung zur Verfügung. Das bedeutet eine spürbare Entlastung im Arbeitsalltag und kommt letztlich auch einer qualitativ noch besseren Versorgung unserer Patientinnen und Patienten zugute,“ betont Manuel Schatzl, Pflegebereichsleiter Psychiatrie.
Auch im Team selbst wird die Neuerung sehr positiv aufgenommen: „Für uns im Team sind die neuen Dienstautos eine praktische Unterstützung, weil wir dadurch deutlich seltener unsere privaten Fahrzeuge für Hausbesuche nutzen müssen. Gleichzeitig leisten die Elektrofahrzeuge einen Beitrag zu einer klimafreundlicheren Mobilität im Arbeitsalltag“, sagt Jenifer Grube, BScN.
Die Übergangspflege übernimmt eine entscheidende Rolle beim Wechsel vom stationären Aufenthalt zurück in den Alltag. Die Betreuung erfolgt bewusst aufsuchend im häuslichen Umfeld der Patientinnen und Patienten, um Stabilität zu sichern, Rückfälle zu vermeiden und die Selbstständigkeit nachhaltig zu fördern. Aktuell wird diese wichtige Aufgabe von einem spezialisierten Team aus neun qualifizierten Mitarbeiterinnen übernommen.
Das Leistungsangebot umfasst die Versorgung von Erwachsenen mit sämtlichen psychiatrischen Krankheitsbildern, mit Ausnahme von Suchterkrankungen sowie der Kinder-, Jugend- und Alterspsychiatrie. Diese Bereiche verfügen über jeweils eigene spezialisierte Übergangspflegeangebote.
Im Fokus der Arbeit stehen die Stärkung der psychischen Gesundheit sowie die Unterstützung im Alltag. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten dabei zu helfen, ihre Erkrankung besser zu verstehen, eigene Ressourcen zu nutzen und möglichst selbstbestimmt zu leben. Durch diese gezielte Begleitung kann insbesondere der sogenannte „Drehtüreffekt“ – also wiederkehrende Krankenhausaufnahmen – deutlich reduziert werden.
Als zentrale Schnittstelle im Versorgungssystem arbeitet die Übergangspflege eng mit Ärztinnen und Ärzten, sozialen Diensten und weiteren Partnerorganisationen zusammen. Die fachliche Grundlage bildet ein modernes Pflegeverständnis, das auf Gesundheitskompetenz, Psychoedukation und Empowerment basiert – mit dem Ziel, Menschen nachhaltig zu stabilisieren und ihre Lebensqualität zu verbessern.