Fieber nach Tropen- oder Subtropenreisen ist nie etwas, das man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Hinter einer vermeintlichen „Sommergrippe“ können auch Malaria, Dengue, Chikungunya oder andere importierte Infektionen stecken. Viele dieser Erkrankungen beginnen unspezifisch, oft nur mit Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen und sollten immer zeitnah medizinisch abgeklärt werden.
Univ.-Prof. Dr. med. Helmut J.F. Salzer, MPH, FECMM, Leiter der Klinischen Abteilung für Infektiologie und Tropenmedizin empfiehlt: „Vor Fernreisen soll frühzeitig eine reisemedizinische Beratung erfolgen und der Impfstatus geprüft werden. Mückenschutz ist ernst zu nehmen sowie eine Malariaprophylaxe wird je nach Zielgebiet empfohlen. Bei Dengue-Verdacht soll bis zur ärztlichen Abklärung eher Paracetamol statt Aspirin/Ibuprofen verwenden werden, weil diese Blutungsrisiken erhöhen können.“
Das West-Nil-Virus ist ein durch Stechmücken (Gelsen) übertragenes Virus, das sich in Europa und auch in Österreich fest etabliert hat. Während rund 80 Prozent der Infektionen symptomlos verlaufen, können grippeähnliche Beschwerden oder in seltenen Fällen schwere neurologische Erkrankungen (wie Hirnhautentzündungen) auftreten, auch hier wird eine medizinische Abklärung geraten.