Ulrike Stehrer startete im Jahr 1980 im Ärztlichen Sekretariat ihre berufliche Laufbahn und ist nun schon seit 36 Jahren als Sachbearbeiterin für Ambulanz- und Sondergebühren tätig. Ihr Weg im Klinikum begann, als Befunde noch aufgrund der Zeitersparnis mit Kugelschreiber stenografiert wurden. Heute ist sie eine tragende Säule in unserem Geschäftsbereich Finanzen und Controlling.
Als Ulrike Stehrer vor 46 Jahren ihren Dienst im ärztlichen Sekretariat der denkmalgeschützten Landesfrauenklinik (LFK) antrat, sah die Welt der Medizinverwaltung noch völlig anders aus. Anstelle von Hochleistungsrechnern prägten ein mobiler Tisch, eine mechanische Schreibmaschine und der Stenoblock ihren Alltag. „Das Aufgabengebiet reichte vom selbstständigen Verfassen von Entlassungsbriefen bis zum Probenversand“, erinnert sie sich. Schon damals bewies sie Pioniergeist: Anfang der 80er-Jahre setzte sie sich als eine der Ersten für einen rauchfreien Arbeitsplatz ein – ein Thema, das heute selbstverständlich ist, damals aber Mut erforderte.
Der Weg von Ulrike Stehrer ist eng mit der technologischen und strukturellen Entwicklung unseres Hauses verknüpft. Ob der Wechsel in die Patientenabrechnung 1990, die Umstellung auf die doppelte Buchführung oder die Mitgestaltung im Projektteam für den Neubau des Frauenbereichs – Ulrike Stehrer war immer mittendrin. Besonders spannend war für sie die aktive Mitgestaltung: „Aufgrund der angeeigneten medizinischen Kenntnisse konnte ich Leistungsverzeichnisse erstellen und erfolgreich mit Kostenträgern verhandeln.“
Trotz der Herausforderungen, die zwei große Fusionen (erst zur Landes- Frauen- und Kinderklinik LFKK, dann zum Kepler Universitätsklinikum) mit sich brachten, blieb sie stets lösungsorientiert. Auch wenn die Zusammenführung unterschiedlicher EDV-Systeme und Organisationen Geduld und Improvisationstalent forderte, verlor sie das Ziel nie aus den Augen: effiziente Prozesse für eine exzellente Patientinnen- und Patientenversorgung im Hintergrund.
Welche Lieblingsmomente blieben in den letzten 10 Jahren in Erinnerung? Für Ulrike Stehrer ist die Antwort klar: „Die Gemeinschaft im Team und der Teamspirit.“ Es sind die positiven Rückmeldungen von Patientinnen und Patienten sowie das Gefühl, gemeinsam an einer großen Sache zu arbeiten, die die letzten 10 Jahre am Kepler Uniklinikum besonders geprägt haben.
10 Jahre Kepler Uniklinikum bedeuten für mich Veränderung, Zusammenwachsen und Weiterentwicklung. Ich wünsche dem KUK kompetente und engagierte Mitarbeiter, die vernetzt denken, und Führungskräfte, die Fortschritt durch Prozessoptimierung ermöglichen.
Ulrike Stehrer