Große Freude am Kepler Universitätsklinikum: Maximilian Heigl aus Haibach im Mühlkreis wurde als „Zivildiener des Jahres 2026 – Landessieger Oberösterreich“ ausgezeichnet. Der 19-Jährige erhielt die Auszeichnung im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 8. September 2026 im Bundeskanzleramt in Wien von Bundesministerin Claudia Bauer überreicht.
Maximilian Heigl ist seit 2. Jänner 2026 Zivildiener am Zentralen Radiologie Institut des Kepler Universitätsklinikums und überzeugte die Jury mit seinem außergewöhnlichen Engagement, seiner Eigeninitiative, seinem Verantwortungsbewusstsein und insbesondere durch seinen empathischen Umgang mit Patientinnen und Patienten.
Dabei führte ihn sein Weg ursprünglich aus einer völlig anderen beruflichen Richtung ins Krankenhaus: Heigl ist gelernter Beschriftungsdesigner und Werbetechniker. Für seinen Zivildienst entschied er sich bewusst für das Gesundheitswesen – und entdeckte dort schließlich eine völlig neue berufliche Perspektive. Zu Beginn unterstützte er die Abteilungshelfer des Zentralen Radiologie Instituts bei Lager-, Transport- und Versorgungstätigkeiten. Schon damals fiel er durch seine große Hilfsbereitschaft und seine Bereitschaft auf, selbstständig dort anzupacken, wo Unterstützung benötigt wurde.
Seit März 2026 ist Heigl vorwiegend im Unfallröntgen eingesetzt. Dort begleitet er täglich Menschen, die nach Unfällen häufig mit Schmerzen, Unsicherheit oder Angst ins Krankenhaus kommen. Er unterstützt das Team bei den täglichen Abläufen und der Versorgung der Patientinnen und Patienten, hilft bei Lagerungen und nimmt sich auch Zeit für Gespräche. Besonders sein Gespür für Menschen und seine ruhige, wertschätzende Art zeichnen ihn aus.
„Mit dieser Auszeichnung habe ich überhaupt nicht gerechnet und ich freue mich riesig darüber. Für mich war der Zivildienst von Anfang an viel mehr als einfach neun Monate, die man absolvieren muss. Gerade im Krankenhaus merkt man, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. Ich habe in dieser Zeit unglaublich viel gelernt – vor allem auch über Menschen und über mich selbst. Dass mein Einsatz jetzt auf diese Weise gewürdigt wird, bedeutet mir sehr viel“, sagt Maximilian Heigl.
Maximilian Heigls Einsatz beschränkt sich jedoch nicht auf seine Tätigkeit in der Radiologie. Aufgrund seiner offenen Art und seiner Begeisterung für den Zivildienst wurde er auch als Botschafter für den Zivildienst und das Gesundheitswesen eingesetzt. So engagierte er sich unter anderem bei Berufsmessen sowie Veranstaltungen des Kepler Uniklinikums. Bei diesen führte er unter anderem Reanimationsübungen mit Kindern und Jugendlichen durch. Durch die niederschwellige Vermittlung von Wiederbelebungsmaßnahmen half er dabei, Berührungsängste abzubauen und bereits jungen Menschen die Bedeutung von Erster Hilfe näherzubringen. Auch medial setzte sich der 19-Jährige mit seiner Zivildienstzeit auseinander: Für zwei Beiträge der österreichweiten ORF-Ö3-Sendung „Einfach zum Nachdenken“ verfasste und sprach Heigl eigene Gedankenimpulse über den Zivildienst. Damit wurde er auch außerhalb des Krankenhauses zu einem jungen Botschafter für gesellschaftliches Engagement und das Gesundheitswesen.
„Maximilian Heigl steht beispielhaft für jene Werte, die unser Gesundheitswesen tragen: Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit. Mit seinem außergewöhnlichen Engagement hat er nicht nur das Team des Kepler Universitätsklinikums bereichert, sondern auch vielen Patientinnen und Patienten in herausfordernden Situationen Unterstützung und Zuversicht gegeben. Wir gratulieren ihm sehr herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung und bedanken uns für seinen wertvollen Einsatz“, freut sich Prof. Meinhard Lukas, Geschäftsführer des Kepler Universitätsklinikums.
„Wir arbeiten in Oberösterreich täglich dafür, dass die Gesundheitsversorgung gut und stark bleibt. Menschen wie Maximilian Heigl leisten dazu einen sehr wertvollen Beitrag und sie zeigen auch, wie viel Engagement, Menschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein in unserer jungen Generation steckt. Mit seinem Einsatz im Krankenhaus und darüber hinaus leistet er einen wichtigen Beitrag für das Gesundheitswesen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Oberösterreich kann stolz auf solche Vorbilder sein“, betont Gesundheitsreferentin, LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.
„Zivildienst heißt hinschauen, anpacken und Verantwortung zu übernehmen, ob im Rettungswagen, im Pflegeheim oder im Sozialdienst. Zivildiener sind da, wenn andere sie brauchen. Mit den Zivildienern des Jahres holen wir jene vor den Vorhang, die ihren Dienst mit Herz, Verstand und Verlässlichkeit leisten. Ich danke jedem Einzelnen, den Teams in den Einrichtungen und den Familien, die diesen Einsatz möglich machen. Was ihr tut, ist nicht immer laut, aber es verändert Leben. Darauf kann Österreich stolz sein“, sagt Bundesministerin Claudia Bauer bei der Verleihung.
Nominiert wurde Maximilian Heigl von Daniel Schneeweis, Leiter der Radiologietechnologie am Zentralen Radiologie Institut des Kepler Universitätsklinikums.
„Wir sind unglaublich stolz auf unseren Maxi. Er ist für uns längst nicht einfach ‚der Zivildiener‘, sondern ein vollwertiges und sehr geschätztes Mitglied unseres Teams. Was ihn besonders auszeichnet, ist seine Selbstverständlichkeit, mit der er hilft. Man muss Maxi nicht sagen, wo gerade Unterstützung gebraucht wird – er sieht es und packt an. Gleichzeitig hat er ein außergewöhnliches Gespür für Menschen. Gerade bei Patientinnen und Patienten, die nach einem Unfall Schmerzen oder Angst haben, zeigt sich seine empathische Art ganz besonders. Genau deshalb habe ich ihn für diese Auszeichnung nominiert. Dass seine Leistung nun mit dem Landessieg für Oberösterreich gewürdigt wurde, macht mich persönlich und unser gesamtes Team sehr stolz“, erklärt Daniel Schneeweis.
Mit der Auszeichnung „Zivildiener des Jahres“ werden junge Männer gewürdigt, die während ihres Zivildienstes besonderes Engagement zeigen und herausragende Arbeit leisten. Über die Preisträger entscheidet eine Jury. Für Maximilian Heigl waren die neun Monate Zivildienst damit weit mehr als nur eine Pflichtzeit – sie wurden zu einer prägenden Erfahrung, die ihm wertvolle Einblicke und viele persönliche Erfahrungen ermöglichte.