Räumlich angrenzend an den geplanten Neubau des Kinderzentrums entsteht ein bedeutendes und ambitioniertes Bauvorhaben des Kepler Universitätsklinikums: eine hochmoderne Zentralküche sowie ein neues Restaurant für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die Zusammenführung der Küchen des Med Campus III. und IV. entsteht hier Oberösterreichs wahrscheinlich größte und leistungsstärkste Küche – ein kulinarisches Zentrum der nächsten Generation, das neue Standards in Qualität, Versorgungssicherheit und Innovation setzen wird.
Der Spatenstich für dieses richtungsweisende Großprojekt fand am 27. März 2026 statt, die Inbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen. Die Planung verantwortet das renommierte Architekturbüro JSWD Architekten GmbH & Co KG, Köln.
Als technische Besonderheit wird das neue Küchengebäude drei Tiefgeschoße umfassen, ausgestattet mit modernster Infrastruktur, darunter hocheffiziente, automatisierte Waschanlagen, innovative Warenwirtschaftssysteme, die neueste Gerätegeneration mit schonenden Garmethoden und digitalisierte Produktionsabläufe. Damit entsteht ein technologisch fortschrittliches, energieeffizientes Arbeitsumfeld, das die Grundlage für optimale Prozesse und höchste hygienische Standards bietet und eine effiziente Versorgung vieler Menschen garantiert. Zudem stellen die Automatisierungen und der neue Gerätepark sowie ansprechende Sozialräume für das gesamte Küchenteam eine wesentliche Verbesserung dar.
Das zukünftige Restaurant für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird im Gebäude des neuen Kinderbettentraktes situiert sein. Bis zu dessen Fertigstellung steht eine voll funktionsfähige Übergangslösung im Neubau der Zentralküche bereit, um eine durchgehende, hochwertige Versorgung sicherzustellen.
„Eine ausgewogene Ernährung ist das Fundament für Gesundheit, Vitalität und Leistungsfähigkeit in allen Lebenslagen, wirkt sich positiv auf das gesamte Wohlbefinden aus, unterstützt bei Krankheiten und kann Beschwerden lindern. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass unsere Patientinnen und Patienten und natürlich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kulinarisch bestens mit frischen und qualitativ hochwertigen Speisen versorgt werden. Dafür braucht es moderne Infrastruktur für die optimale Zubereitung. Die neue Küche ist nicht nur ein funktionaler Raum, sondern auch Ausdruck der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden“ , sagt LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander, Gesundheitslandesrätin.
„Mit dem Neubau der Zentralküche für unsere Patientinnen und Patienten und dem neuen Restaurant für unsere Kolleginnen und Kollegen schaffen wir einen wichtigen Begegnungsraum sowie insgesamt eine ansprechende Infrastruktur für alle. Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten – der Projektleitung, dem gesamten Projektteam, den Nutzerinnen und Nutzern, den Fachexpertinnen und - experten und unseren externen Partnerinnen und Partner. Die neue Infrastruktur schafft eine moderne, angenehme Umgebung für Pausen und Begegnungen. Das Küchenteam wird aus rund 140 Mitarbeitenden bestehen und auf einer Fläche von 1.600 m² arbeiten – ein hochprofessionelles Umfeld für kulinarische Qualität und Genuss“, sagt Mag. Günther Dorfinger, MBA, Kaufmännischer Direktor des Kepler Universitätsklinikums.
„Dieses Projekt ist weit mehr als ein funktionaler Neubau – es ist ein architektonisches Bekenntnis zu Qualität, Präzision und Zukunftsorientierung. Die neue Zentralküche vereint modernste Technologie mit klarer, effizienter Architektur und schafft einen Ort, an dem Prozesse, Menschen und Räume harmonisch zusammenwirken. Wir freuen uns, mit diesem Großprojekt einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Med Campus zu leisten“ , betont Prof. Olaf Arne Drehsen, Architekt und Geschäftsführender Gründungspartner von JSWD.
Die Zusammenarbeit zwischen internen und externen Beteiligten ist geprägt von hoher Professionalität, gegenseitigem Respekt und einem gemeinsamen Ziel: die bestmögliche Umsetzung eines Projekts. Nach dem Spatenstich für die Küche am 27. März 2026 beginnt die Bauphase. Die Inbetriebnahme der Küche ist für 2028 geplant.
„Im Anschluss an den Spatenstich werden wir einen Ideenwettbewerb unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Namensfindung für das neue Restaurant starten. Wir freuen uns auf kreative und innovative Ideen“, erklärt Mag. Günther Dorfinger, MBA.
Das neue Restaurant wird künftig 620 Sitzplätze bieten – eine Steigerung von 40 Prozent gegenüber der bisherigen Kapazität. In der neuen Zentralküche werden täglich bis zu 3.900 Portionen Mittagessen zubereitet. Davon entfallen rund 1.200 Portionen auf unsere Patientinnen und Patienten. Ein besonderer Schwerpunkt der neuen Küche liegt auf Nachhaltigkeit, der Betrieb wird weitgehend papierlos und digital organisiert.
Das Restaurant wird im „Cook & Serve“-Verfahren betrieben und beinhaltet zusätzlich einen modernen Frontcooking-Bereich zur Finalisierung der Speisen – direkt vor den Augen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Zubereitung der Speisen erfolgt unter größt möglichem Verzicht auf Fertigprodukte, der Anteil an frischen saisonalen Lebensmitteln aus der Region und dem „Genussland Oberösterreich“ stehen hier im Fokus. Ziel ist es, die Speisen qualitativ hochwertig unter Verzicht des Einsatzes künstlicher Geschmacksverstärker und Farbstoffe zuzubereiten, um damit die Gesundheit und das Wohlbefinden der Gäste nachhaltig zu unterstützen. Schon jetzt sind alle KUK-Küchen als „Gesunde Küche“ zertifiziert. Im modern gestalteten Restaurant können sich die Gäste über mehrere Ausgabestationen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten freuen. Ein laufendes Angebot an veganen und vegetarischen Gerichten, freie Komponentenwahl und eine 24 Stunden Ausgabemöglichkeit ergänzen das Angebot. Mit Berücksichtigung aktueller Ernährungstrends wird ein abwechslungsreiches Angebot angeboten.
Für die Versorgung der Patientinnen und Patienten kommt das hochwertige und bewährte „Cook & Chill“- Verfahren zum Einsatz, welches die hohen Standards in der Lebensmittelsicherheit vollumfänglich erfüllt. Die Gerichte werden wie üblich vollständig gegart, wobei eine besondere Berücksichtigung der richtigen Garzeiten und Temperaturen wichtig ist, um eine hohe Qualität zu gewährleisten. Während des Kochvorgangs sind strenge Hygienestandards zu beachten. Unmittelbar nach dem Kochen werden die Speisen innerhalb von maximal 90 Minuten auf eine Temperatur von unter 10°C abgekühlt. Dies erfolgt in einem speziellen Kühlsystem. Die gekühlten Speisen können dann einige Tage bei einer konstanten Temperatur von 0 bis 3 °C gelagert werden, ohne dass die Qualität beeinträchtigt wird. Vor dem Servieren werden die gekühlten Speisen in speziellen Geräten, wie Kombidämpfern oder Regenerationswägen auf den Stationen, schonend mittels Induktionsverfahren auf Serviertemperatur erhitzt. Dies erfolgt zielgerecht vor der Ausgabe an die Patientinnen und Patienten auf der Station, um eine hohe Qualität sicherzustellen. Durch das schnelle Kühlen und die kontrollierte Lagerung bleibt die Frische, der Geschmack und der Nährwert der Speisen erhalten. Die Trennung von Produktion und Ausgabezeiten erlaubt eine effiziente Arbeitsweise sowie eine optimierte Auslastung der Kochgeräte. Durch den Einsatz von Schockfrost-Kühlanlagen werden höchste Hygienebedingungen eingehalten.
Mit dieser flexiblen Angebotsstruktur ist ein optimierter ökologischer Fußabdruck zu erreichen. In Hinblick auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit kann das Kepler Universitätsklinikum mit der neuen Küche auch zukünftig Teil des Projekts „United Against Waste“ bleiben. Diese Strategie in der Vermeidung von Lebensmittelabfällen wird laufend evaluiert und optimiert.