Das Kepler Universitätsklinikum hat mit der Inbetriebnahme eines 3D-Ganzkörperscanners einen bedeutenden Schritt in der Hautkrebsfrüherkennung gesetzt. Als erst dritte Installation in ganz Österreich bietet das Gerät modernste Technologie für die dermatologische Bildgebung und unterstreicht die Rolle des Uniklinikums als Vorreiter in der medizinischen Innovation und Forschung.
In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der Hautkrebsfälle, insbesondere des Melanoms, deutlich gestiegen. Diese Entwicklung hängt eng mit veränderten Freizeitgewohnheiten und intensiver Sonneneinstrahlung zusammen. Das maligne Melanom gilt als besonders gefährlich, da es früh Absiedlungen in die Organe bilden kann. Früherkennung durch regelmäßige Hautuntersuchungen verbessert die Heilungschancen erheblich.
Der Scanner zählt zu den weltweit fortschrittlichsten Systemen für die Dermatoskopie. Mit 46 synchronisierten Hochleistungskameras und intelligenter Software wird die gesamte Hautoberfläche der Patientinnen und Patienten in nur einer Aufnahme millimetergenau erfasst. Sämtliche Pigmentmale und Hautveränderungen werden automatisch kartiert und dokumentiert – ein entscheidender Vorteil für die Früherkennung und Verlaufskontrolle von Hautkrebs, speziell bei Hochrisikopatientinnen und -patienten. Das sind Patientinnen und Patienten, die bereits an einem Melanom erkrankt sind und/oder mehr als 100 auffällige Muttermale am Körper haben. Besonders bei dieser Gruppe ist ein rasches Diagnostizieren essentiell für den weiteren Krankheitsverlauf.
Gesundheitsreferentin LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander betont: „Innovationen in der Medizin sind dann besonders wertvoll, wenn sie den Menschen unmittelbar zugutekommen. Der neue 3D-Ganzkörperscanner am Kepler Universitätsklinikum zeigt eindrucksvoll, wie moderne Technik die Diagnostik verbessert und die Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt stellt. Denn Technik muss immer dem Menschen dienen – und nicht umgekehrt. So schaffen wir den Vorsprung für Oberösterreich.“
Priv.-Doz. Dr. Karl-Heinz Stadlbauer, Ärztlicher Direktor des Kepler Universitätsklinikums, sieht in der Digitalisierung einen zentralen Motor für die Weiterentwicklung der Spitzenmedizin: „Mit dem Scanner setzen wir einen weiteren Meilenstein in der digitalen Transformation unseres Uniklinikums. Die Kombination aus Ganzkörper-3D-Bildgebung und digitaler Dermatoskopie ermöglicht eine effizientere, präzisere und patientenfreundlichere Diagnostik. Das ist ein Gewinn für alle Beteiligten.“
Univ.-Prof. DDr. Wolfram Hötzenecker, Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie, erklärt den konkreten Nutzen für die Patientinnen und Patienten: „Mit dem neuen Vectra WB360 bieten wir unseren Patientinnen und Patienten modernste Technologie für die Hautkrebsvorsorge und setzen neue Standards in der dermatologischen Bildgebung. Die KI-gestützte Analyse hilft uns, Hautveränderungen frühzeitig zu erkennen und den Verlauf präzise zu überwachen – ein echter Quantensprung in der dermatologischen Diagnostik. An unserer Universitätsklinik wird das Gerät speziell für Hochrisikopatientinnen und -patienten eingesetzt, um hier noch früher auf etwaige Veränderungen reagieren zu können.“
Die Untersuchung mit dem Scanner ist berührungsfrei, strahlungslos und dauert nur wenige Minuten. Die Kombination aus Ganzkörperaufnahme und digitaler Dermatoskopie sorgt für eine deutlich effizientere Diagnostik bei gleichzeitig höherem Patientenkomfort.
Mit der Installation des "Vectra WB360" ist das Kepler Universitätsklinikum das erste Krankenhaus in Oberösterreich, das über ein solches Gerät verfügt. Die Investition stärkt die Rolle des Uniklinikums als Zentrum für medizinische Innovation und trägt maßgeblich zur Verbesserung der Hautkrebsfrüherkennung in der Region bei.